Seuchen und Krieg führten dazu, daß aus dem
alten wohlhabenden Bernau eine verarmte und verödete Stadt wurde. Kurfürst Friedrich der III. hauchte ihr neues Leben ein.

So holte er Glaubensflüchtlinge aus Frankreich ins Land und nach Bernau.
Darunter waren hervorragende Handwerker, Bauern, Kaufleute und Wissenschaftler. 25 französische Familien wurden im Jahre 1699 in Bernau aufgenommen.

Es mußten noch einmal 150 Jahre vergehen, bis
der entscheidende Impuls für die Blüte Bernaus erfolgte.

Die erste Eisenbahn dampfte 1842 in die Stadt.
Am 30. Juli jenes Jahres wurde die Eisenbahn- strecke Bernau - Neustadt-Eberswalde eingeweiht. Ein Jahr später war die Strecke Berlin-Stettin
fertig.
Aber auch im 20. Jahrhundert wurde in der Stadt Verkehrsgeschichte geschrieben, verbindet doch seit 1924 die erste elektrisch betriebene Stadtbahn der Welt Bernau mit Berlin.

Damit begann ein neuer gewerblicher Aufschwung. Die Berliner entdeckten zu dieser Zeit, welches Kleinod vor ihren Toren lag.
Bernau wurde zu einem beliebten Ausflugsziel.
   
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