Romantisches Sommerfest im Atelier Blueaquin auf Schloss Börnicke am 12. Juli 2009, 10 - 17 Uhr
    Bernau bei Berlin
     Ortsteil Börnicke

        

Börnicke liegt südöstlich
von Bernau bei Berlin
und ist seit 2003 ein Orts-
teil der Stadt.
Die Gemarkung - ein
welliges Flachland von
ca. 1.300 ha, in das viele
Sölle eingelagert sind - wird landschaftlich durch die Güter Albertshof und Birkholz sowie eine Schafherde mit 600 Muttertieren genutzt.
Im Dorf leben gegenwärtig 476 Einwohner (Stand: 31.12.03).
Das historisch gewachsene Dorf liegt in einer Senke. Erst als 1871 der Eichbuschteich zur Panke nach Bernau drainiert wurde, konnte der Schlosspark angelegt werden. Das Schloss und der Park, die Kirche mit dem Kirchhof, der Dorfteich, die Baumalleen, einzelne Bauerngehöfte, Landarbeiterhäuser verschiedener Epochen, vorwiegend in Backstein errichtet, die Lückenbebauung am Dorfteich sowie das Neubauerndorf mit den vielen Neubauten, die nach der Wende entstanden sind, bestimmen die Struktur des Dorfes.
Das Angerdorf Börnicke wird erstmals in einer Urkunde von 1300 erwähnt.
Aus dieser Zeit stammt ein Teil der Kirche, das bedeutendste Bauwerk des Dorfes. Der spätromanische Granitquaderbau entstand in der Mitte des
13. Jh. Nach heutigen Erkenntnissen hat die Fertigstellung Jahrzehnte in Anspruch genommen.
Führungen durch die Kirche werden an jedem 1. Sonntag im Monat nach dem Gottesdienst - von 10 bis 12 Uhr - angeboten. In der übrigen Zeit sind Führungen nach tel. Vereinbarung unter 0 333 8 / 76 00 52 (Fam. Braun) oder 0 333 8 / 75 71 13 (Frau Euler) möglich.
Nach dem 30-jährigen Krieg war der Ort wüst. Der Obrist Wolmir von Wrangel, Kommandeur der Kurfürstlichen Leibgarde zu Berlin, erwarb das Gut im Jahre 1679. Er begann, die Hüfner- und Kossätenstellen wieder zu besetzen. Dies gelang nicht für alle ehemaligen Höfe. Wrangel sorgte u.a. auch dafür, daß auf dem Anger in einem Fachwerkbau zwischen Kirche und Hirtenhaus die Dorfkinder unterrichtet wurden. Hier steht vor dem Haus Dorfstraße 3 die Gerichtslinde, unter der sich der Gutsherr bei Erntefesten "freikaufen" musste.
Bis 1892 der Kommerzienrat, Generalkonsul und wirklich geheime Rat Ernst Mendelssohn Bartholdy das Gut erwarb, hatte dieses mehrmals den Besitzer gewechselt. Der Besitzer einer Berliner Privatbank war des Urenkel des Philosophen Moses Mendelssohn und Neffe des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Familie wurde 1896 geadelt. Paul, der Sohn des Ernst von Mendelssohn Bartholdy ließ das Schloss vor dem ersten Weltkrieg von dem Architekten Bruno Paul umbauen. Paul starb 1935 kinderlos. Das Familiengrab von Ernst, Marie und Paul von Mendelssohn Bartholdy befindet sich am Kirchturm.
Das idyllisch gelegene Helenenau, ein Vorwerk des Dorfes Börnicke, diente der Aufzucht des Jungviehs. Es war aber auch für den Gutsherrn und seine Gäste Ausgangspunkt für die Jagd. Nach 1974 wurde der Teich ausgebaut und das Objekt von der Staatssicherheit genutzt. Heute befinden sich auf dem Gelände eine Reithalle, Stallungen, Unterkünfte für Reiter und Gäste, die Gaststätte "Reithof Helenenau", ein Bowlinghaus, eine Bogensportanlage sowie Freizeit- und Übernachtungsmöglichkeiten.
Schloss Börnicke
Schloss Boernicke
Foto: Brigitte Albrecht

Dorfkirche in Börnicke
Foto: Brigitte Albrecht

Das Grab der Familie Mendelssohn Bartholdy
Foto: Brigitte Albrecht

Nach Helenenau
Foto: Brigitte Albrecht
Das Dorf ist Mitglied im Regionalpark Barnimer Feldmark. Anfang des Jahres 2003 hat sich der Förderverein "Schloss und Gutshof Börnicke e.V." gegründet. Er entwickelt den Nutzungsplan für das Schloss, den Gutshof und den Park.


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